50.000er Marke geknackt!

von Christian Pankauke

Es geht voran!

Ich schätze mal kurz nach Mitternacht oder so um 1 Uhr morgens wurden 50.000 UnterzeichnerInnen der Petition gg Websperren gezählt 🙂 Weiß jemand genaueres? (Edit: Ok, es war wohl 1:16 Uhr, wie u.a. ein Artikel bei Netzeitung.de erläutert.)

Das liegt sicherlich zum einen am hervorragenden Artikel von Frank Patalong auf SpOn, andererseits aber auch am Wirbel, den Mitstreiter wie Christian Bahls in seinem MOGIS-Blog zu Recht entfachen. Im o.g. SpOn-Artikel „Politik, Populismus und Kinderporno“ wird auf das lesenswerte Interview mit meinem Namensvetter Christian in der Zeit verwiesen.

Johnny Haeusler von Spreeblick ist ebenso mit an Bord: „Online-Petition gegen Internet-Sperren braucht weiter Unterstützung“. J. H. findet herrlich offene Worte zur Reaktion unseres neuen Wirtschaftsministers „Von und zu Guttenberg“.

Ich biete sogar eine Wette an, dass wir über 100.000 Unterschriften kommen, dann sollten 125.000 auch nicht mehr das Problem sein 😉

(Edit: akt. Stand, Sa 9.05. 13 Uhr: > 62.000)

Update: Auch der IT-Branchenverband Bitkom macht sich mittlerweile Gedanken. Nur ein Absatz aus dem Heise-Artikel möge reichen:

Prinzipiell hält es der Bitkom nach wie vor für dringend geboten, die im Raum stehenden Web-Blockaden über ein Spezialgesetz zu realisieren. Damit könne deren „Ausnahmecharakter“ unterstrichen und deutlich gemacht werden, dass es sich wirklich um eine abschließende Regelung ohne die vielfach geforderten Möglichkeiten für Ausweitungen etwa auf Seiten mit illegalen Glücksspielen oder rechtswidrig angebotenen urheberrechtlich geschützten Werken. Die gewählte Verankerung im Telemediengesetz (TMG) führe dagegen zu Systembrüchen und lasse aufgrund dessen „Querschnittscharakter“ befürchten, „dass das Instrument künftig für weitere Inhaltskategorien fruchtbar gemacht werden soll“.

Ebenso lesenswert ist ein Beitrag im christlichen Medienmagazin Pro, dieser bietet eine hervorragende Zusammenfassung der Argumente kontra Internetsperren. Wieder nur ein Absatz:

Im Gesetzesvorschlag der Familienministerin heißt es: „Eine Ausweitung auf andere Zwecke ist nicht beabsichtigt.“ Das sei eine gute Absicht, so der FDP-Politiker, doch die Vergangenheit habe oft genug gezeigt, dass es bei Versprechungen nicht bleiben müsse. Die Online-Durchsuchung etwa sollte zunächst nur in extremen Fällen der Terrorbekämpfung angewandt werden. Wenige Monate später wurden Forderungen laut, die eine Ausweitung auf andere Bereiche befürworteten.

hf (have fun) reading

CVC aka ComputerVersteher Chris

PS: Falls jemand (z.B. Emailausdrucker 😉 Probleme mit den von mir gebrauchten Abkürzungen (afaik, imo, hth, hf, usw.) hat, hier eine Liste der Abkürzungen (Netzjargon) für die Bookmarks/Lesezeichen. Die hören sich zwar wirklich manchmal etwas kindisch an, sind dafür aber ziemlich kurz + prägnant.

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