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Pressespiegel zu Internetsperren bei WSDV + Aufruf zur Diskussion!

von Christian Pankauke

Eine empfehlenswerte Übersicht zur Berichterstattung über Netzsperren bietet das imho lesenswerte WSDV-Blog hier bei WordPress.

Mein persönlicher Tipp des Tages: „Kinderpornografie – Mobilmachung gegen Internetzensur“ ein Video von Spiegel-TV auf SpOn. Dort kommt u.a. Johnny Haeusler von Spreeblick mit qualifizierten Aussagen zu Wort. Er redet Klartext im Bereich „Politik“ des Spreeblick-Blogs.

Allerdings verweist der Spiegel-TV Beitrag auch auf Schmähmails von Befürwortern der Petition. Mein Kommentar/Appell dazu: „Wir sollten sachlich bleiben und konstruktive Kritik äußern!

Natürlich rege auch ich mich manchmal über die ungeeignete Wortwahl gewisser Politiker auf, das habe ich vor einigen Tagen auch hier im Blog geäußert. Wenn wir uns dadurch aber zu persönlichen Beleidigungen hinreißen lassen, wirft das imo immer ein schlechtes Licht auf die eigene Argumentationslinie.

Ich bitte dabei zu bedenken: Die polit. Gegner sind ebenfalls Menschen, die im Grunde genommen auch nur Gutes bewerkstelligen wollen, aber sie schlagen halt manchmal die ungeeigneten Mittel dafür vor …

Was meint die Webgemeinde dazu? Ich würde mich über eine rege Diskussion freuen. Vielleicht traut sich sogar der/die ein(e) oder andere PolitikerIn, das wäre zumindest ein Zeichen von Medienkompetenz, die sie selbst immer so vehement fordern …

Just my 2 Cents

sagt Christian Pankauke aka Computerversteher Chris 😉

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Eingeordnet unter Lobbyismus, Netzsperren

„Die Zeit“ nimmt von der Leyen auseinander

von Christian Pankauke

Wegen der fortgeschrittenen Stunde nur ein Link auf einen tollen Artikel in der Zeit: „Von der Leyens unseriöse Argumentation“

Die Bundesregierung begründet das Gesetz für Internetsperren mit Fantasiezahlen und unsauberen Interpretationen. Eine Analyse

–> Lesebefehl! *jubelt CVC*

Bei der ARD ist ebenfalls ein sehr differenzierter Artikel zur Online-Petition erschienen. Er zitiert u.a. WM zu Guttenberg und Herrn Dr. Wiefelspütz, die gegen die Petition sind, mit deutlichen Worten:

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz bezeichnete gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ die Maßstäbe der „sehr engagierten“ Internet-Gemeinde als „teilweise undifferenziert“.

Kein Kommentar von CVC. Ich überlasse es den LeserInnen sich eigene Gedanken zu machen 😉

Aber vielleicht möchte eine/r der geneigten PolitikerInnen ja hier einen Kommentar hinterlassen? Das wäre doch mal ein Zeichen, dass diese auch mit den neuen Medien umgehen können … Damit könnten sie gängige Vorurteile widerlegen, die ich am Ende von  „Mehr Demokratie wagen!“ erläutert habe. Dort findet sich auch ein sehr belustigendes Video, das allerdings für die befragten PolitikerInnen höchst peinlich war: „Was ist ein Browser?“

Ich möchte auch auf die interessante Diskussion über das Interview mit Franziska Heine, der Hauptpetentin der ePetition gegen Netzsperren, bei Sascha Lobo hinweisen.

Das empfehlenswerte Blog „Wir sind das Volk“ hat die einzelnen Berichte über die Websperren lobenswerterweise zusammen getragen. Auf WSDV ergeben sich z.B. sehr aufschlussreiche Diskussionen, an denen ich bisher mit Vergnügen teilgenommen habe.

Viel Spaß beim Stöbern!

Update: WSDV verweist heute auf den aufrüttelnden Artikel „Die Spur der Kinderschänder“ von Oliver Jungen auf FAZ.net. Ich kann das lesenswert nur unterschreiben und rufe zur regen Diskussion auf:

Furchtbar wäre es, wenn das Vorgehen gegen Kinderpornographie darunter litte. Gerade die technisch versierten Gegner des geplanten Gesetzes sind jetzt gefragt, denn ein Netz, das für sich in Anspruch nimmt, ein neues demokratisches Bewusstsein zu entwickeln, kann diese Barbarei nicht dulden. Vielleicht sogar lässt sie sich hier wirksamer bekämpfen als je zuvor, mit Rückwirkung auch auf jenen Bereich, wo der Kindesmissbrauch immer noch am häufigsten stattfindet: die Familie. Der jetzige Aufbruch darf nicht folgenlos bleiben.

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Eingeordnet unter Lobbyismus, Netzsperren

Mehr Demokratie wagen!

von Christian Pankauke

Bevor ich es wieder vergesse, was zum Thema Basisdemokratie, wie eben im Kommentar bei meinem Mitstreiter Christian Bahls im lesenswerten MOGIS-Blog angekündigt …

Diskutiert bitte mit Freunden/Bekannten/Kollegen/Verwandten! Schreibt Rundmails mit dem Link zur Online Petition gg Websperren. Schreibt Mails an Abgeordnete und Journalisten, hakt dann später telefon. nach. Nur so geht was!

Kämpft gegen Lobbyismus + Lobbyismus, klärt die Leute auf und tretet z.B. für Transparenz bei Abgeordneteneinkünften ein!

Als Anregung für die Mails verweise ich auf einen offenen Brief eines anderern Bloggers, der sich ebenfalls gegen Internetsperren wendet. Das kritisch hinterfragende WSDV-Blog hat sehr gute Handlungsempfehlungen für Aktionen gegen Websperren zusammengestellt. Eine davon aus der Ideenecke möchte ich besonders hervorheben.

Christian Bahls vom MOGIS-Blog ruft dazu auf, am 23.5. auf die Straße zu gehen. Dann jährt sich das Grundgesetz zum 60. Mal. Ich bin dabei, ihr auch?

Hier nähere Infos zur bundesweiten Aktion gegen Internetsperren.

Ich zitier mal eine meiner privaten Mails vom 7.05. an eine Bekannte:

*Zitatanfang*

… so wie ich das atm mit (zum Glück nicht nur) meiner Aktion gg Internetsperren/Webzensur mache. Zur „Kurzinfo“ ein aufschlussreicher Artikel „Politik, Populismus und Kinderporno“ bei SpOn. Für weitere Hintergrundinfos verweise ich gerne noch einmal auf das o.g. MOGIS-Blog (MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren).

Unbedingt lesenswert. Beides von anderen Computerverstehern geschrieben, die noch mehr IT-„Kenne“ als ich haben.

Atm (Nachmittag des 7.5.) > 45.000 Mitzeichner der Online-Petition *freu*

Wir brauchen aber noch mehr Mitzeichnerinnen. Als Mann muss man schon mal in den Foren lesen: „Da unterschreiben nur Männer. Das sind doch eh alles Perverse und Pädophile.“ osä. Traurig, muss ich so was noch kommentieren?

Jetzt drängt es mich doch zum Kommentar 😉 Da wird man als „kritisch hinterfragender Computerversteher“ gleich in die Schmuddelecke gestellt.

Genau so hat es Frau „ZensUrsula“ vdL bei den (angebl.) freiwilligen Vereinbarungen mit den Providern gemacht. Die Leute bei den Providern wissen natürlich auch, dass die von vdL vorgeschl. Maßnahmen Bullshit sind. Aber sie ducken sich (größtenteils) vor der KiPo-Keule. Heutzutage haben die (meisten) Leute einfach kein Rückgrat mehr. 😦

Aber mit Ärsche treten (Edit: besser „nachhaken“) geht noch einiges, das ist den meisten nur nicht bewusst. Wozu gibt es das Netz + Email/Tel.?

Auf der HP der Abgeordneten steht im Impressum meist Mail + Tel. Also zuerst Mail schicken, dann später telefon. nachhaken, ob die Mail nicht im Spamfilter hängen geblieben ist. Alle Abgeordneten (bisher noch nicht telefoniert), ihre Büroleute, und Journalisten, mit denen ich bisher telefoniert + gemailt habe, waren sehr nett und rationalen Argumenten gegenüber durchaus aufgeschlossen 🙂

Zusätzl. gibt es z.B. noch die empfehlenswerte Internetpräsenz von Abgeordnetenwatch.de. Auf Abgeordentenwatch kann jeder Bürger (mit Mailadresse + Internetzugang) den Politikern durch kritische Fragen in den Arsch treten (Edit: besser Kopfschmerzen verursachen 😉

Solche Möglichkeiten zum öffentlichen Nachfragen sollten viel mehr genutzt werden! Einige Politiker sind ebenso wie gewisse Manager + Professoren total abgehoben, die merken nicht mehr, was außerhalb des/r Parlaments/Chefetage/Elfenbeinturms abgeht!

Da hilft nur fleißig Fragen stellen, damit die aufwachen. Ihre Antworten könnte man z.B. auch im eigenen Blog verlinken, dann wissen noch mehr Leute Bescheid über die Einstellung dieser Politiker. Und wen sie bei den nächsten Wahlen evtl. (nicht) wählen sollten … 😉

*Zitatende*


Noch nicht vernünftig editiert, aber erstmal raus damit, die Zeit eilt …

Edit: Inzw. habe ich ein paar Links gekürzt, Typos ausgemerzt und auch versucht, mich verständlicher auszudrücken. Aber die Argumentationslinie ist bestimmt noch nicht perfekt. –> Comments are welcome.

Update: Mittlerweile kamen auch ein paar Kommentare. In einer Antwort darauf (s.u.) habe ich mich „etwas“ über die Äußerungen von Wirtschaftsminister Guttenberg aufgeregt. Ich scheine bei weitem nicht der einzige zu sein. Als Beispiel verweise ich auf einen stichhaltigen Blogbeitrag von SaschaP:

Anscheinend hat er (= WM Guttenberg) ja den Eindruck, ebenso wie das Ministerium von Frau von der Leyen, als wenn nur Pädophile bei dieser ePetition unterschreiben würden.

Und Dieter Wiefelspütz, Innenexperte der SPD, hat anscheinend die Demokratie nicht verstanden. Er sagte gegenüber dem Kölner Stadt-Express, die Petition der Internetsperrengegner sei “teilweise undifferenziert” und gab weiters bekannt, dass der Gesetzgebungsprozess durch diese Petition nicht gestoppt oder verzögert werde. Sie würden das Gesetz machen, egal was bei der Petition herauskommt.

CVC is not amused …

PS: Ich bitte auch darum, die Kommentare zu lesen, ich will mich hier jetzt nicht wiederholen. Natürlich nur, falls ihr genug Zeit dafür habt 😛

PPS: Im mehrfach ausgezeichneten Blog Netzpolitik.org gibt es zur „Internetkompetenz“ einiger Politiker ein Video mit Kinderreportern, das afaik vor ein paar Jahren gedreht worden ist. Eine Frage war: „Was ist ein Browser?“

Aber das ist ja auch schon etwas her und heutzutage haben die werten PolitikerInnen ja den vollen Durchblick, oder etwa nicht? 😉

Natürlich trifft dies nicht auf alle PolitikerInnen zu, aber einige ältere haben schon so ihre „Problemchen“ mit den neuen Medien. Warum twittern die wenigsten? Und antworten nicht direkt in unseren Blogs? Ist das denn so kompliziert? Und solche „Emailausdrucker“ sollen über die Zukunft des Webs entscheiden? Darüber mögen die geneigten LeserInnen selbst nachdenken … Schließlich stehen dieses Jahr viele Wahlen an …

Als kleiner Tipp zum Kommentieren: man muss nur einen Nickname und eine gültige Mailadresse angeben, diese ist für die Außenstehenden allerdings nicht sichtbar, man bleibt also außer dem Blog-Admin gegenüber völlig anonym.

*kopfschüttelnd wundert sich der kritisch hinterfragende Computerversteher Christian Pankauke*

Update:In Christian Bahls MOGIS-Blog (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren) wird die Idee mit der Demokratie hervorragend in die Tat umgesetzt. Am 23.5., dem 60. Jahrestag des Grundgesetzes, sind bundesweit Flashmobs „Grundgesetz lesen“ geplant. Eine Übersicht über die Veranstaltunsgorte bietet das MOGIS-WIKI zum Flashmob „Grundgesetz lesen“

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