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„Die Zeit“ nimmt von der Leyen auseinander

von Christian Pankauke

Wegen der fortgeschrittenen Stunde nur ein Link auf einen tollen Artikel in der Zeit: „Von der Leyens unseriöse Argumentation“

Die Bundesregierung begründet das Gesetz für Internetsperren mit Fantasiezahlen und unsauberen Interpretationen. Eine Analyse

–> Lesebefehl! *jubelt CVC*

Bei der ARD ist ebenfalls ein sehr differenzierter Artikel zur Online-Petition erschienen. Er zitiert u.a. WM zu Guttenberg und Herrn Dr. Wiefelspütz, die gegen die Petition sind, mit deutlichen Worten:

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz bezeichnete gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ die Maßstäbe der „sehr engagierten“ Internet-Gemeinde als „teilweise undifferenziert“.

Kein Kommentar von CVC. Ich überlasse es den LeserInnen sich eigene Gedanken zu machen 😉

Aber vielleicht möchte eine/r der geneigten PolitikerInnen ja hier einen Kommentar hinterlassen? Das wäre doch mal ein Zeichen, dass diese auch mit den neuen Medien umgehen können … Damit könnten sie gängige Vorurteile widerlegen, die ich am Ende von  „Mehr Demokratie wagen!“ erläutert habe. Dort findet sich auch ein sehr belustigendes Video, das allerdings für die befragten PolitikerInnen höchst peinlich war: „Was ist ein Browser?“

Ich möchte auch auf die interessante Diskussion über das Interview mit Franziska Heine, der Hauptpetentin der ePetition gegen Netzsperren, bei Sascha Lobo hinweisen.

Das empfehlenswerte Blog „Wir sind das Volk“ hat die einzelnen Berichte über die Websperren lobenswerterweise zusammen getragen. Auf WSDV ergeben sich z.B. sehr aufschlussreiche Diskussionen, an denen ich bisher mit Vergnügen teilgenommen habe.

Viel Spaß beim Stöbern!

Update: WSDV verweist heute auf den aufrüttelnden Artikel „Die Spur der Kinderschänder“ von Oliver Jungen auf FAZ.net. Ich kann das lesenswert nur unterschreiben und rufe zur regen Diskussion auf:

Furchtbar wäre es, wenn das Vorgehen gegen Kinderpornographie darunter litte. Gerade die technisch versierten Gegner des geplanten Gesetzes sind jetzt gefragt, denn ein Netz, das für sich in Anspruch nimmt, ein neues demokratisches Bewusstsein zu entwickeln, kann diese Barbarei nicht dulden. Vielleicht sogar lässt sie sich hier wirksamer bekämpfen als je zuvor, mit Rückwirkung auch auf jenen Bereich, wo der Kindesmissbrauch immer noch am häufigsten stattfindet: die Familie. Der jetzige Aufbruch darf nicht folgenlos bleiben.

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Eingeordnet unter Lobbyismus, Netzsperren

Schutz vor Webabzockern

von Christian Pankauke

Um meinen BesucherInnen nicht nur politische Inhalte, sondern auch etwas mit praktischem Nutzen zu vermitteln, verweise ich auf den Aufmacher der aktuellen CT:

Web-Abzocker abwehren – Das Geschäft mit Abofallen im Netz floriert

Neu ist die Abofallen-Methode beileibe nicht, aber dank raffinierter Tricks momentan so effektiv wie nie. Die Gauner ziehen Verbrauchern Millionen aus der Tasche, aber Strafgerichte und der Gesetzgeber schauen nahezu tatenlos zu. Dabei ist die Zahl der Hintermänner überschaubar. Einige von ihnen sind schon lange aktiv und wohlbekannt.

Im ebenfalls lesenswerten Editorial wird auf den Zusammenhang von kostenpflichtigen Downloads mit gesponserten Anzeigen (Google AdWords) bei der Google-Suche hingewiesen.

Das lange Gesicht stellt sich Wochen später ein, wenn der Surfer per Mahnung darüber informiert wird, was für ein Formular er ausgefüllt hat. Einen Vertrag über eine zwei Jahre währende Download-Flatrate für 192 Euro zum Beispiel. Viele reagieren in dieser Situation falsch und zahlen.

Wenn man schon in die Falle getappt ist, bitte nicht den Kopf verlieren, d.h. wie gesagt erstmal nicht zahlen. Die Musterschreiben zum Widerspruch gibt es in der neuen c’t (11/2009).

NZI (nur zur Info) an alle Mitleser: „Nein, ich bin nicht beim Heise-Verlag angestellt und bekomme auch keine Provisionen!“ 😉

Ich will nur auf dieses wichtige Thema hinweisen, weil diese Problematik auch immer wieder im Bekanntenkreis auftaucht. Dann kann ich mir nämlich diverse Mails und viel Aufwand ersparen …Bitte auch weitersagen. Trackbacks/Verlinkungen und Kommentare sind wie immer höchst willkommen.

Natürlich sollte ich nicht „Verbraucherschutz“ taggen, ohne auf die Homepage der Verbraucherschutzzentralen hinzuweisen …

Beim Thema Verbraucherschutz kann ich auch nur wärmstens auf CT-TV hinweisen und die beiden Rubriken „Vorsicht Kunde!“ und „Drangeblieben“ empfehlen. Besonders bizarr ist der aktuelle Beitrag „Vertrag mit einem Toten„, der andere Vertragspartner ist die Kabel Deutschland AG.

CT-TV bietet in den anderen Rubriken auch sehr gute Computertipps. Meinen Freunden und Bekannten habe ich schon ans Herz gelegt, sich erst dort zu informieren, bevor sie mich „belästigen“ …

Falls die BMJ, Frau Zypries, sich (durch puren Zufall 😉 mal auf diese Seite verirren sollte, meine Anregung: „Sollte man da nicht etwas unternehmen?“ Schließlich ist das Verhalten dieser Abofallen-Betreiber höchst unseriös.

Just my 2 cents

sagt CVC aka ComputerVersteher Chris

PS: Vielleicht sollte das Justizministerium (BMJ) von Frau Zypries einmal auf diesen Umstand hingewiesen werden? Aber ich werde schon wieder politisch …

Update: Mittlerweile hat auch der WDR in die CT geschaut 😉

Ein sehenswertes Video zur Webabzocke mit einem anderen Computerversteher, Jörg Schieb, als Ausschnitt aus der aktuellen Stunde.

Für Leute mit lahmen Internetanschluss oder nicht funzendem Flash Player hier der Link zur Textversion des Beitrags „Abzockerseiten“ in der empfehlenswerten Rubrik Angeklickt aus der aktuellen Stunde.

Hier gibt es den aktuellen Flash Player direkt von Adobe. Muss ich für die DAUs noch betonen, dass regelmäßige Updates des Flash Players aus Sicherheitsgründen wichtig sind? Aber bitte direkt bei Adobe oder aus Softwareverzeichnissen von seriösen Computermagazinen wie Heise oder Chip herunterladen … Unseriöse Websites wollen einem auch ein angebliches Flash-Player-Update unterjubeln, darin versteckt sich aber ein Trojaner

Ich merke gerade, dass das Update ausufert, das reicht wohl für einen neuen Beitrag –> kommt später, wenn ich mal mehr Zeit habe …

2. Update: Wie man sich wehren kann, beschreibt „Werden Sie aktiv! – Neue Bankverbindung der Abmahnanwältin Katja Günther“ aus Abraexchens Blog.

3. Update: Blogger Michael hat bereits im November 2008 auf dieses Phänomen hingewiesen: „Abgezockt im Internet

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